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JungdemokratInnen/Junge Linke ArtikelDie JungdemokratInnen/Junge Linke (früher Jungdemokraten), sind eine radikaldemokratische, parteiunabhängige, politische Jugendorganisation. Die gebräuchliche Abkürzung ist JD/JL . Die Jungdemokraten sind Mitglied von ENDYL.
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Als Reichsbund der Deutschen Demokratischen Jugendvereine, nach einigen Jahren dann Reichsbund der Deutschen Jungdemokraten wurden die Jungdemokraten in dem April 1919 als der DDP nahestehende Jugendorganisation gegründet. 1930 fusionierte die DDP unter Verlust ihres linken Flügels mit dem Jungdeutschen Orden (JungDo ) zur Deutschen Staatspartei. Die Jungdemokraten trennten sich von der bisherigen Mutterpartei und lehnten sich an die von linken Demokraten neu gegründete Radikaldemokratische Partei an. 1933 beschlossen die Jungdemokraten die Selbstauflösung. Führende Mitglieder waren zu dem Beispiel Ernst Lemmer, Julie Meyer, Erich Lüth, Thomas Dehler.
Aber auch die Schriftstellerin Lilo Linke, die Schauspielerin Inge Meysel, die Widerstandskämpfer Fritz Strassmann und Hans Robinsohn und der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann waren Mitglieder der Weimarer Jungdemokraten.
1947 gründeten sich die Jungdemokraten als der FDP nahestehender Jugendverband neu - auf Vorschlag ihres ehemaligen Aktiven Thomas Dehler unter dem Namen Deutsche Jungdemokraten (DJD).
Nach dem Koalitionswechsel der FDP am 1. Oktober 1982 (Sturz der SPD/FDP-Regierung durch CDU/CSU/FDP) beschloß die Bundeskonferenz der DJD in Bochum am 27.11 1982 einstimmig die Trennung von der FDP. Neuer Jugendverband der FDP wurden in dem Sommer 1983 die Jungen Liberalen.
Die Jungdemokraten arbeiteten zuerst relativ eng mit den Grünen zusammen. Mit der zunehmenden Professionalisierung und Parlamentarisierung der grünen Parteiarbeit und der Bildung der Grünen Jugend lockerte sich diese Zusammenarbeit. Einige prominente Grüne waren ehemals Mitglied der JungdemokratInnen, etwa Claudia Roth.
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Nach der Wende in der DDR kam es ab 1990 zur Zusammenarbeit mit dem "Marxistischen Jugendverband - Junge Linke" (mjv-Junge Linke). 1993 fusionierten Jungdemokraten und Junge Linke unter dem Namen "Jungdemokraten/Junge Linke". Heute sind JungdemokratInnen/Junge Linke deutlich in dem linken Spektrum positioniert, teilweise in Nähe zu den Grünen und zur PDS. Von rein sozialistischen Strömungen und Verbänden grenzt sie das Bekenntnis zur Radikaldemokratie ab.
Als parteiloser politischer Jugendverband haben JungdemokratInnen/Junge Linke stets wieder Probleme mit der Finanzierung und Anerkennung, etwa durch den bundesweiten Ring politischer Jugend. JD/JL stehen das Ludwig-Quidde-Forum , die SchülerInnen-Organisation LiSA (Linke SchülerInnen Aktion) sowie einige LandesschülerInnen-Vertretungen (LSV) und die Studierendenorganisation Bündnis linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen (LiRa) nahe.
So verstehen sich JungdemokratInnen/Junge Linke als Teil der linke Flügel der Menschenrechts- und Bürgerrechtsbewegung, als gesellschaftskritische, antikapitalistische Kraft in der Ökologie und Anti-Atom-Bewegung, als antimilitaristische, antinationalistische und menschenrechtsorientierte Kraft in der Friedensbewegung.
JD/JL geben die Zeitschrift tendenz (http://www.jdjl.org/materialien/materialien.html) heraus, die drei- bis viermal jährlich erscheint. Der Landesverband NRW gibt das Schlagloch (http://www.jungdemokratInnen.de/schlagloch/schlagloch.htm) heraus. Außerdem gibt es weitere regelmäßige Zeitungen und Materialien der relativ autonom arbeitenden Landes- und Kreisverbände.
Siehe auch: Liste von Jugendorganisationen in Deutschland
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